smiled today
Die Reise nach innen -
Wenn das Wasser still wird,
erkennen wir uns selbst
Es war einer jener Tage, an denen die Welt in vollkommener Harmonie zu existieren schien. Die Sonne stand hoch am Himmel, tauchte die Landschaft in warmes Licht. Der Wind strich sanft über die Fjorde, als wäre er eigens dafür bestimmt, diesen Moment unberührt zu lassen.
Ich fuhr eine Straße entlang, die mich durch diese endlose Weite Norwegens führte – zwischen Bergen, die wie uralte Wächter ragten, und tiefen Wassern, die den Himmel in sich trugen. Und dann, im Augenwinkel, war da etwas. Ein Weg.
Unscheinbar, fast verborgen, als wollte er nicht gefunden werden. Doch irgendetwas in mir hielt an. Ohne zu überlegen, lenkte ich mein Rad zur Seite, stieg ab und folgte diesem schmalen Trampelpfad. Der Boden war weich, Äste knackten leise unter meinen Schritten. Ich konnte nicht wissen, wohin er führte – aber ich vertraute.
So wie das Licht die Dunkelheit braucht, um gesehen zu werden, brauchen wir die Welt um uns, um unser Innerstes zu erkennen. Doch das Außen ist nur ein Spiegel. Ein Hinweis. Ein Zeichen.
Erst wenn wir still werden, können wir es sehen.
Erst wenn das Wasser sich beruhigt, zeigt es uns, wer wir sind.
Die Reise nach innen beginnt jetzt
Das Wasser hatte mir gezeigt, was ich lange nicht verstanden hatte: Die Welt spiegelt uns. Immer.
Und wenn wir lernen, genau hinzusehen, werden wir verstehen.
Doch wie oft sehen wir nur die Wellen, die Verzerrungen, die Unruhe des Wassers? Wie oft glauben wir, das Bild sei zerstört, weil der Wind darüber fegt?
Die Wahrheit ist: Das Bild war nie verschwunden.
Es wartete nur darauf, dass wir still werden.
Und genau hier beginnt deine Reise.
Nicht in der Ferne. Nicht an einem anderen Ort.
Sondern jetzt – in diesem Moment.
Dann öffnete sich der Wald, und vor mir lag ein kleiner Steg. Absolute Stille. Keine Stimmen, kein Laut, nur das sanfte Atmen der Natur. Ich setzte mich ans Ende des Stegs und ließ den Blick über das Wasser gleiten.
Und in diesem Moment geschah es.
Die Berge spiegelten sich so klar in der Oberfläche des Sees, dass ich nicht mehr wusste, wo das Oben aufhörte und das Unten begann. Die Welt hatte ihre Grenzen verloren. Ich sah hin, und doch blickte ich tiefer, als ich es jemals zuvor getan hatte.
Mir wurde klar:
So wie das Wasser still sein muss, um das Abbild der Berge vollkommen zu spiegeln, so muss auch unser Geist still werden, um unser wahres Selbst zu erkennen.
Solange das Wasser in Bewegung ist, zerteilt es das Bild. So wie unser rastloser Geist uns täuscht, wenn er unaufhörlich denkt, analysiert, urteilt. Erst wenn die Oberfläche sich beruhigt, wenn alles in vollkommener Ruhe liegt, zeigt sich die Wahrheit in ihrer vollkommenen Symmetrie.
Vielleicht ist das die größte Erkenntnis unserer Reise:
Dass wir im Außen nur erkennen, was längst in uns ist. Dass alles, was wir suchen, schon immer da war – verborgen unter den Wellen unseres rastlosen Denkens.
Die Täuschung des Suchens
Wir Menschen suchen oft in der Ferne nach Antworten. Wir reisen, wir erleben, wir fliehen. Doch die Wahrheit ist:
Es gibt keinen Weg nach innen, denn du bist bereits dort.
Es gibt ein Wasser in dir, stiller als jede Welle.
Dort, wo kein Wind mehr weht, dort, wo kein Gedanke zerteilt,
wartet dein eigenes Spiegelbild –
nicht das, das die Welt dir zeigt,
sondern das, das du längst bist.
Die Stille in dir entdecken
Es gibt einen Moment, in dem alles still wird. Kein Denken, kein Müssen, kein Wollen – nur du und der Augenblick. Doch wir sind es nicht gewohnt, dieser Stille zu begegnen. Oft suchen wir sie an den falschen Orten – in Ablenkung, in Gedanken, in äußeren Lösungen.
Aber Stille ist nicht etwas, das du finden musst. Sie ist bereits da.
Sie wartet nur darauf, dass du innehältst.
Diese Übung hilft dir, die ersten Schritte in die Stille zu gehen.
Sanft, ohne Druck. Lass dich darauf ein – und spüre, was geschieht.
🌿 Die Übung: Der stille See
🕰 Dauer: 10–15 Minuten
🎯 Ziel: Die Gedanken beruhigen, die innere Stille spüren
1. Vorbereitung – Der sanfte Übergang in die Ruhe
📌 Warum? Dein Geist braucht einen sanften Übergang – je ruhiger dein Atem, desto ruhiger dein Geist.
2. Die Tür zur Stille – Den Raum in dir spüren
📌 Warum? Dein Verstand wird von Gedanken bestimmt, aber zwischen den Gedanken gibt es Stille – und dort beginnt die innere Tiefe.
3. Das Bild der Stille – Dein innerer See
📌 Warum? Dein Geist funktioniert wie Wasser – nur in Stille zeigt er die Wahrheit.
4. Die Rückkehr – aber anders als zuvor
📌 Warum? Sobald du erkennst, dass du hinter deinen Gedanken existierst, beginnt der Weg nach innen.
✨ Dein nächster Schritt
Diese Übung ist ein Tor zur inneren Stille. Wiederhole sie regelmäßig – und spüre, wie sich deine Wahrnehmung verändert.
💡 Vielleicht hast du gerade zum ersten Mal die Stille in dir gehört. Bist du bereit, tiefer zu gehen?
📌 Wenn ja, dann wartet die nächste Stufe auf dich. 😊
Der Wind, der dich trägt
Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Lärm. Sie ist nicht nur ein Moment der Ruhe.
Sie ist ein Übergang – von dem, was du zu sein glaubst, zu dem, was du wirklich bist.
Wenn du diese Stufe betrittst, hast du bereits erfahren, dass es einen Raum in dir gibt,
der unabhängig von Gedanken existiert. Nun geht es darum, tiefer zu gehen.
Diese Praxis wird dich an einen Punkt führen, an dem du nicht mehr nur die Stille spürst – sondern
die Grenzen dessen, was du für dein „Ich“ hältst, zu verschwimmen beginnen.
🌿 Die Übung: Der Sprung in die Leere
🕰 Dauer: 10–20 Minuten
🎯 Ziel: Die Identifikation mit Gedanken auflösen, die Stille hinter allem direkt erfahren.
1. Vorbereitung – Der Körper vergeht, das Bewusstsein bleibt
📌 Warum? Dein Körper ist der erste Bezugspunkt deines Egos. Sobald du erkennst, dass du ihn nicht bist, weitet sich dein Bewusstsein.
2. Der Gedankenschock – Die Frage, die dein Ich zerschneidet
📌 Warum? Dein Verstand kann die Frage nicht beantworten. Es gibt keine Quelle, keine Richtung. Diese Erkenntnis ist der Beginn des Auflösens.
3. Der Wind, der dein Ich fortträgt
📌 Warum? Diese Übung entfernt die Vorstellung, dass es ein festes „Ich“ gibt, das irgendwo sitzt und denkt.
4. Die Rückkehr – Ohne zurückzukehren
📌 Warum? Du kehrst nicht wirklich zurück – denn das, was du für dein Ich gehalten hast, ist bereits in Bewegung geraten.
✨ Dein nächster Schritt
Diese Übung wird dich näher an die Erkenntnis bringen, dass du nicht deine Gedanken bist, nicht dein Körper, nicht dein Name.
💡 Und wenn du bereit bist, all das loszulassen, wartet die letzte Stufe auf dich.
📌 Bist du bereit für das Verschwinden? 😊
Das Verschwinden
Hier gibt es nichts mehr zu lernen.
Hier gibt es nichts mehr zu tun.
Hier gibt es nichts mehr zu verstehen.
Denn wer sollte noch verstehen?
Wenn du diese Stufe betrittst, hast du bereits erlebt, dass du nicht deine Gedanken bist.
Du hast gespürt, dass dein „Ich“ nur ein flüchtiges Konstrukt ist.
Nun geht es nicht mehr darum, tiefer zu gehen – sondern
vollständig zu verschwinden.
🌿 Die Übung: Der Punkt ohne Rückkehr
🕰 Dauer: Keine Vorgabe – es gibt keine Zeit mehr.
🎯 Ziel: Nicht nur das Ich auflösen – sondern die Vorstellung, dass es jemals existierte.
1. Betrete das Nichts
📌 Warum? Jede Absicht, jede Suche hält das Ego am Leben. Diese Praxis hat kein Ziel – weil es niemanden gibt, der ein Ziel braucht.
2. Die letzte Frage – und dann nichts mehr
📌 Warum? Selbst der Gedanke an „mich“ ist nur eine Bewegung im Bewusstsein. Hier endet die Identifikation endgültig.
3. Der Punkt ohne Rückkehr – Fallen in die Leere
📌 Warum? Was übrig bleibt, ist das, was du immer warst – nur ohne das, was du geglaubt hast zu sein.
4. Falls du zurückkehrst…
📌 Warum? Du warst nie hier. Und doch bist du alles.
✨ Dein nächster Schritt
Hier gibt es nichts mehr zu erreichen.Hier gibt es nur noch das, was ist.
© Christian Coordes 2025 - Alle Rechte vorbehalten.
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen
Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.